Roses Revolution Day 25.11.2020

zusammengestellt von Romana Derler

(Sozialpädagogin, Elementare Musikpädagogin, Doula & Sängerin)


Am 25. November wird weltweit an Gewalt in der Geburtshilfe gedacht.

Normalerweise werden an diesem Tag Rosen von Betroffenen an jenen Orten abgelegt an denen sie Gewalt während der Geburt, in der Schwangerschaft oder im Wochenbett erfahren haben. Dieses Jahr findet diese Aktion online statt.


Ein sehr sensibles und persönliches Thema das nicht alle Frauen und werdende Eltern, aber doch sehr viele betrifft. Gewalt hat viele Gesichter und wird von jedem Menschen anders wahrgenommen und verarbeitet. Leider trauen sich viele Eltern (ja auch Väter können traumatisierte Erlebnisse davontragen) nicht darüber zu reden, weil sie sich schämen oder sich nicht erst genommen fühlen.

Sätze wie „Dem Kind gehts ja eh gut“ oder ähnliches tragen dazu auch noch bei, dass sich Mütter bzw. Väter nicht öffnen wollen oder können. Falls ihr euch näher informieren holen wollt, geht einfach auf die Facebook-Seite „Roses Revolution Österreich“ und tauscht euch aus. https://www.facebook.com/rosesrevolutionoesterreich

"Wir im FamilienZelt wollen nicht nur an die Gewalt denken, sondern an jede einzelne Geburtsgeschichte."

Ursprünglich wollten wir uns in einem Kreis von Frauen und auch Männer treffen bei dem jeder von seinen Erlebnissen unter der Geburt erzählen kann. Da dies aber derzeit leider nicht möglich ist planen wir eine kleine "Aktion" die jede/r von zu Hause ganz unkompliziert durchführen kann.




Du brauchst dafür:

  • Rose gebastelt (Anleitung siehe unten) oder echt

  • eine Kerze

  • Stift und Zettel (falls Gefühle hochkommen und man diese aufschreiben möchte)

  • Eventuell auch ein passendes Lied (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=5dW6uPosYYc - Cataleya Fay - Journey)


Rose basteln: Da ich ja selber kein Bastelgenie bin, gibt es eine leichte und unkomplizierte Anleitung.



Zum Ritual: Nimm dir Zeit, am besten wenn dein Kind oder deine Kinder schlafen. Zünde eine Kerze an und höre eine dir angenehme Musik. Nimm nun die Rose in deine Handflächen und schau sie dir genau an. Was fühlst du? Fühlst du dich gestresst, positiv oder ängstlich, wenn du an die Geburt*en zurückdenkst? Macht es dich wütend oder stimmt es dich positiv? Lass alles hinaus. Weine, singe, summe oder bleib einfach ruhig und in dir ruhend. Vielleicht spürst du das Bedürfnis alles niederschreiben zu wollen. Dann mach das bitte gern. Zum Abschluss kannst du die Rose an einen besonderen Ort geben. Du kannst sie aber auch verbrennen, zerknüllen und wegwerfen. Nimm den Impuls auf, der in dir steckt.

Ich habe eine private Facebook-Gruppe für alle die sich gerne austauschen wollen gegründet:


Roses Revolution Day Austauschgruppe

https://www.facebook.com/groups/688024638809389


Falls du das Gefühl hast, du möchtest gerne die Erlebnisse aufarbeiten, kannst du dich u.a. an folgende Stellen wenden:

Tanja Liebl ist Hebamme und Psychotherapeutin spezialisiert auf psychotherapeutische Behandlung von Traumafolgestörungen, psychosomatischen Beschwerden und emotionalen Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt. www.diehypnosepraxis.at

Mag. (FH) Manuela Unterleitner ist Klinische Sozialarbeiterin, Psychotherapeutin www.psychotherapie-kbt.com/index.php

Gewaltschutzzentrum Steiermark: Gewaltschutzzentrum Steiermark - Hilfe für Opfer von Gewalt

www.gewaltschutzzentrum-steiermark.at

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