Es gibt kein Alter, in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird wie in der Kindheit. Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie es war.

 

Astrid Lindgren 

Ein sattes, energiespendendes Grün strahlt im Kontrast zum Blau des Himmels und dem Gelb der Blüten rundherum. Welch ein herrlicher Anblick, welch eine Idylle! Der Regen in dieser Woche war ein Segen für die Pflanzen. Heute ist Freitag, der 24. April 2020, noch immer kursiert das Corona-Virus, ich merke aber eine Veränderung. Es ist eine Art Aufbruchstimmung zu spüren. Es gibt eine Perspektive, die Aussicht auf ein wenig “Normalität“ kehrt zurück. Es wird anders sein als früher, aber ich fühle eine sehr positive Stimmung um mich herum und auch in mir. Es geht weiter! Ich freue mich auf die Nähe zu meinen Mitmenschen und den sozialen Austausch. Simon freut sich auf den Kindergarten. Wir jonglieren in diesen Tagen zwischen Kinderbetreuung, Home-Office, Haushalt und Zeit für die Familie. 6 Wochen waren wir jetzt zu viert zu Hause, 3 Wochen werden es wohl noch werden. Eine intensive, herausfordernde, aber auch geschenkte Zeit. Nie zuvor war die Kleinfamilie in meinem Leben so präsent, eine sehr tiefgehende und inspirierende Erfahrung für mich. 

Heute habe ich den Vormittag genutzt um einen kleinen “Bauerngarten“ mit den Kindern zu gestalten. Es ist so schön zu sehen wie die Pflanzen und die Kinder aufblühen. Da blüht man selbst innerlich mit! Die Kinder lieben es gemeinsam mit uns Großen zu “arbeiten“. Und auch wenn es für mich manchmal “mehr Arbeit“ bedeutet, ist es so herrlich zu sehen wie sie am Familienalltag teilhaben und auch mitgestalten wollen. Dieses gemeinsame TUN ist sehr wichtig in meinen Augen, auch wenn es manchmal etwas turbulent ist für die Großen. Die Natur als Spiel- und Erfahrungsraum liefert viele inspirierende Ideen für kreatives Schaffen, die Kinder lernen auch einen wertschätzenden Umgang und sie erfahren was die Natur uns so alles zu bieten hat. Heute beispielsweise gab es bei uns Brennesselspinat. Ich weiß, bei Spinat stellt sich vermutlich den meisten Eltern, beim Gedanken an ihre Kinder, die Haare auf. Es ist aber so, dass wir die Brennessel gemeinsam im Wald gepflückt und auch gemeinsam verkocht haben. So bekam Simon einen ganz anderen Bezug dazu und kostete brav und aß auch ein bisschen. Sein Lieblingsessen wird es wohl trotzdem nicht werden. Ganz egal, es hat Spaß gemacht und auch geschmeckt – ein bisschen zumindest! 

Es sind die einfachen Dinge, die etwas
besonderes in unser Leben zaubern!

Ich bin schon gespannt wie wir den Wiedereinstieg in das “frühere Leben“, vor der Corona-Pandemie, meistern werden und ich habe auch ein bisschen Respekt davor. Ich genieße es im Moment nämlich sehr, dass morgens nicht alles so "zackig" gehen muss, sondern wir im eigenen Tempo in den Tag starten können. Der Alltag hat sich mittlerweile gut eingespielt, vormittags passe ich auf die Kinder auf, mache den Haushalt und koche und am Nachmittag habe ich die Möglichkeit zu arbeiten und mein Mann schaut auf die Kinder. Am Vormittag gibt es auch eine gemeinsame “Kaffeepause“ mit gesunden und weniger gesunden Snacks.


Dass es auch, trotz der geschlossenen Zelttüren, mit dem FamilienZelt gut weitergeht, liegt mir sehr am Herzen. Wir haben das große Glück flexibel zu sein und auch im Home-Office einiges umsetzen und planen zu können. Das klappt mit Kindern natürlich mal besser und mal schlechter. Für den Sommer haben wir schon fabelhafte Ideen und auch ein vielseitiges Herbstwinter -Programm ist bereits in Planung. Derzeit läuft auch unser Projekt für alleinerziehende Mütter und Väter in der Gemeinde Raaba-Grambach, welches mir persönlich ein großes Anliegen ist.

Zum Abschluss möchte ich noch ein tolles Lied mit euch teilen, durchaus etwas freakig und verrückt... so wie das Leben eben. 

 

Think About Things :: Daði Freyr​


Schwungvolle und positive Energie,
Sarah

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