Hallo im ZeltBLOG

Da auch das FamilienZelt und somit einige unsrer Veranstaltungen und Kurse von der Corona-Krise betroffen sind, haben Natascha und ich uns entschieden den - schon seit längerem geplanten – ZeltBlog zu "eröffnen“. Wir finden nun die Zeit, Angelegenheiten, welche schon länger auf der Todo-Liste stehen, anzugehen. Das ist schön und gut so! In dem Blog soll es vorrangig darum gehen familienrelevante Themen aufzubereiten und euch ein paar Inspirationen zu unterschiedlichen Bereichen im Familienleben zu geben. Ich darf den Anfang machen mit einem "Text aus dem Leben“.

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Zelttagebuch I. – Sarah Simona

Heute ist Montag der 23. März 2020. Es ist gerade 13.25 Uhr, also früher Nachmittag und ich sitze in meinem Home Office. Es ist kein "normaler Montag“, denn seit Tagen sind wir aufgrund des Coronavirus zu Hause und unser Familienleben gestaltet sich ganz neu. Nicht nur die Welt schaltet ab, sondern auch ich und meine Familien fahren "unser System“ herunter. Meistens gelingt das glücklicherweise sehr gut und es fühlt sich heilsam an.

Den 4. Geburtstag von meinem Sohn Simon beispielsweise durften wir, gedanklich unbeschwert und in Ruhe, bei strahlendem Sonnenschein, den ganzen Tag im Freien verbringen. Wir haben ein Picknick im Wald, gegenüber von unserem Haus, gemacht. Es war bereits eine große Geburtstagsparty mit  Kindergartenfreunden geplant, die wir aufgrund der gegebenen Umstände absagen musste. Umso mehr hatte es eine große Qualität den Tag nur als Kleinfamilie zu gestalten und zu durchleben! Ich bin sehr dankbar für diese gezwungene Erfahrung der Reduktion und das Besinnen auf das wesentlich "Wenige“, das oft so viel mehr ist im Leben! Ich habe versucht den Tag für ihn besonders zu gestalten, mit den Möglichkeiten die mir gegeben waren. Beim Rezept für die Geburtstagsmuffins musste ich etwas improvisieren, die Deko sammelte ich aus vergangenen Geburtstagen zusammen und zu essen gab es das, was der Kühlschrank noch hergab – nachdem wir seit einer Woche nicht mehr einkaufen waren. Die Geschenke hatten wir zum Glück bereits besorgt. Abends konnte ich mit Freude zurückblicken auf einen sehr gelungenen Tag, mit wertvollen und unvergesslichen Momenten!

 

Ein komisches, aber auch wohltuendes, Gefühl stieg in mir hoch als ich, vergangene Woche, alle Termine in meinem Kalender bis Ostern durchstrich. Home Office mit zwei Kindern ist angesagt, eine neue Herausforderung in meinem Leben. Mein Mann ist ebenfalls zu Hause und wir haben uns für diese Woche bereits einen kleinen Plan zurechtgelegt. Für mich ist es wichtig den Tag zu strukturieren, auch wenn momentan alles anders und ungewohnt ist. Für mich ernüchternd, denn es wird auch nie mehr so sein "wie früher“. Ich bin der Meinung, nach der Corona-Krise wird vieles anders. Ich freue mich schon auf den Augenblick wo Simon und Laura wieder ihre Großeltern sehen und umarmen dürfen. Was für ein Mehrwert, was für ein Luxus im Leben, eine einfache Umarmung!

 

Was nehme ich mir vor für die kommenden Wochen? Was nehme ich mir mit aus dieser Zeit? Was brauche ich wirklich in meinem Leben? Was ist mir wichtig?
Ich möchte aus den Geschehnissen und der sozialen Einschränkung lernen!
In erster Linie empfinde ich auch große Dankbarkeit! Ich bin dankbar dafür, dass wir einen Garten haben und mit den Kindern raus gehen können. Ich bin dankbar für meine Familie, unsere Freunde und die Gesundheit. Für mich ist es auch sehr schön zu erleben wie Nachbarn und Freunde zusammen helfen und sich gegenseitig unterstützen und ermutigen. Dieser Zusammenhalt ist sehr kostbar!

 

Ich weiß, in meinem Beitrag zieht sich der sogenannte "Rote Faden“ vielleicht nicht ganz so gekonnt durch wie bei routinierten Bloger*innen. Das mag zum Einen daran liegen, dass alle paar Augenblicke mein Sohn zur Tür hereinschaut. Zum Anderen auch daran, dass es soviel gibt was ich im Kopf habe. Alles ungewohnt neu, aufwühlend und manchmal auch beängstigend.

 

Ich möchte euch noch eine kleine Bastelanregung für Ostern mitgeben und auch einen Musiker, der mich beim Schreiben dieses Blogs begleitet hat: John K Samson. Ganz besonders gefiel mir der Song "vampire alberta blues“.

 

Papierhühner Ihr braucht buntes Papier, eine Schnur, unterschiedliche Klebebänder und aufklebe Augen, wenn man die nicht hat, einfach die Augen aufmalen. Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gerne könnt ihr auch eure Gedanken mit mir teilen! Schreibt mir: 
 

Es folgt mit jeder Blüte

ein wachsen stiller Pracht,

Der Frühling in seiner Fülle,

leise nun erwacht.

Die Farben legen sich,

wie im Zauber,

freudig um die Welt.

Wie ein wahres Wunder

die Herzen frisch erhellt.

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